AGB’s verfassen: Gesetze, Paragraphen n Shit!

AGB’s verfassen: Gesetze, Paragraphen n Shit!

Japp, es ist genauso spannend, wie es sich anhört! Ich habe mich kürzlich der quälensten Aufgabe angenommen, die einen erwartet, wenn man einen Shop eröffnen möchte.

AGB’s: Der lästige, riesige Text, den sowieso niemand liest. Leider gibt es auf der Erde nicht nur liebe, freundliche und entspannte Gönner, wie euch. Nur deshalb sind AGB’s auf dieser Seite verankert: Um mich vor missgünstigen, übel gesinnten Hatern und Trolls zu schützen. Hier ein Beispiel eines Paragraphen, bei dem ich mir an den Kopf fassen musste:

“Das Widerrufsrecht besteht nicht bei der Lieferung von Waren, wenn diese nach der Lieferung auf Grund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden.”

Also mal angenommen ich verkaufe euch Sand aus zwei verschiedenen Ausgrabungsstätten. Der eine ist hell und der andere schwarz. So muss ich in meinen AGB’s regeln, dass ich dieses Produkt nicht zurücknehmen werde, wenn ihr beides mischt. Damit solch ein Paragraph überhaupt notwendig wird, muss wohl schon einmal irgendein Schelm genau dies probiert haben.

Also seriously… durch sowas werden AGBs nunmal unglaublich aufgebläht.

Ich präsentiere euch heute meine grobe Herangehensweise an dieses Textmonster:

 

How to AGB

Step 1:

Man suche sich eine Vorlage. Da kostenlose Vorlagen aber selten perfekt sind, nutzte ich mehrere Vorlagen bzw. einen zusätzlichen AGB-Generator. Beides ergänzt sich dann zu einem Ungetüm an Wortaneinanderreihungen.

Step 2:

Beide Vorlagen sind so allgemein gehalten, dass sie Paragraphen zu nahezu jeder Art von Online-Shop beinhalten. Also auch Absätze für Shops, die sowohl online als auch im eigenen Laden verkaufen. Für Games und Filme gelten andere Widerrufsregeln, als für Klamotten. Der Verkauf von beispielsweise Designs oder Internetseiten benötigt keinen Versand in diesem Sinne. Ergo: Ich muss alles durchgehen und hinterfragen, ob ich bestimmte Hinweise speziell für meinen Online-Shop überhaupt benötige. Es werden also Absätze gelöscht, hinzugefügt, abgeändert und angepasst. Dafür muss man die Texte aber auch verstehen, was wiederum mit viel Recherchearbeit verbunden ist. Nur nebenbei: In der Schule wäre ich gerne auf so etwas vorbereitet worden. Daher wünsche ich mir als Schulstoff auch Themen wie: Was steht in einem Miet-, Mobilfunk-, Arbeits-, Aufhebungsvertrag? Wie bereite ich mich auf Bewerbungsgespräche vor? Wozu sind AGB’s? Wie sorge ich für das Alter vor? Wozu benötige ich eine Kranken-, Pflege-, Haftpflicht-, Hausrats-, Lebensversicherung? Einiges davon habe ich bis heute nicht verstanden 🙂

Step 3:

Die Änderung von “Sie” in “du” bzw. “Ihnen” zu “dir/dich”. Ich glaube es schafft zwischen uns eine schönere Atmosphäre. Jeder Käufer ist ein Freund und nicht irgendein Unbekannter. Außerdem arbeite ich allein, dh. aus allen “wir” wird “ich” und aus “uns” wird “mir/mich”. Gerne kannst du dir den Scherz erlauben, meine Texte nach solchen Fehlern zu durchforsten 😛

Step 4:

Und weil es laut Gesetz vorgeschrieben ist, musste ich noch ein Widerrufsformular zum Download anbieten. Auch wenn ihr mir im Normalfall einfach nur eine Mail schicken müsst. Naja, mit dem Formular könnt ihr es auch per Post tun… Sofern ihr denn einen PDF-Reader habt.

 

Ach hey! So’n Link wäre vielleicht ganz sinnvoll. Ihr seid ganz sicher total heiß darauf, die AGB’s zu lesen!

 

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